"Handel sollte weltweit einfach sein!" Das US-amerikanische Start-up Flexport zu Besuch beim Kaminabend

In der gut besuchten Kühne-Aula versammelten sich am Mittwoch, den 5. September, Studenten und Ehemalige, um der Firmenvorstellung von "Flexport" zu lauschen und hinterher Fragen zu stellen.


CEO Ryan Petersen war eigens aus San Francisco angereist, um den DAVlern eindrücklich seinen eigenen und damit auch den Erfolgsweg von Flexport in den letzten Jahren zu schildern. Gemeinsam mit dem Leiter des neuen Hamburger Büros, Janis Bargsten, und dem Operations Manager aus aus Amsterdam, Daniel Boesch, der ein Absolvent der DAV ist, machte Petersen in der Präsentation keinen Hehl aus seinen Erfolgsabsichten und Zukunftsvisionen.

Start-up Flexport zu Besuch: CEO Ryan Petersen (m.) reiste aus den USA an und brachte DAV-Absolvent Daniel Boesch (r.) und Janis Bargsten (l.) mit

Als Pizzabäcker in den USA und später Motorradhändler in China bekam Ryan Petersen schon früh Einblicke in den Welt des Handels und deren Problematik. „Fracht ist kompliziert“, so Petersen, der einen wichtigen Begriff nennt: "Schlep Blindness".
„Aus der Kundensicht die Probleme zu benennen und dafür eine Lösung finden, das ist oft eine schwierige Aufgabe“, erzählte Petersen und verwies auf seine Erfahrungen als Händler in China.
Um seine Idee einer vereinfachenden Software für Frachtgut zu vermarkten, stellte er Flexport 2010 zunächst nur auf einer Business-Website vor. Als verschiedene Unternehmen Interesse zeigten, suchte Petesen Investoren.

Heute hat das Unternehmen an neun Standorten auf der Welt mehr etwa 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Tendenz steigend. Flexport hat mittlerweile langfristig eine Boeing 747 geleast, setzt ansonsten aber auf Logistikpartner beim Transport. Eigens entwickelte Software und Apps sorgen dafür, dass alle involvierten Parteien zwischen Käufer und Verkäufer bestmöglich informiert sind.
Ganz oben auf der Prioritätenliste steht bei Flexport die Kundenzufriedenheit – die Mitarbeiter im Kundenservice sollen in der Lage sein, Probleme zu lösen beziehungsweise handlungsfähig sein. „Push control to edges of an organization“, beschreibt Petersen sein Credo in der Unternehmensführung.
In sogenannten Squads (Teams) arbeiten rund um den Globus die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Flexport. „Eine bunte Mischung aus Nationalitäten und verschiedener akademischer Herkunft“, erzählte Daniel Boesch mit sichtbarer Begeisterung über seinen Job. So machte das Unternehmen auch sein Interesse an den zukünftigen Absolventen der DAV deutlich, auf der Suche nach Talenten für künftige Positionen.
Bemerkenswert fand Ryan Petersen die Tatsache, dass an der DAV diese Form der Weiterbildung in der Logistik möglich ist und wünschte sich dies auch für die USA.
Wir bedanken uns bei Flexport für einen spannenden Abend - und bei Ole Heiken, der den Kaminabend durch die Bekanntschaft mit Daniel Bösch (Abschluss 2011) organisiert hat. Und nach vielen Fragen aus unserem aufmerksamen Publikum fand auch dieser DAV-Kaminabend bei Pizza und Beck's im geselligen Anschluss sein Ende.

Organisierte auch diesen Kaminabend, trotz Prüfungsstress: Ole Heiken (l.), aktuell in den letzten Zügen seines DAV-Studiums


Feierabend: Pizza und gute Gespräche für alle