Zweites Semester: Studienreise nach Kroatien und Slowenien

Im zweiten oder dritten Semester steht an der DAV die große Studienreise an. Europa? Asien? Das Reiseziel sucht sich das Semester selber aus und organisiert die gesamte Reiseplanung. Zwischenstopps sind sowohl bei Logistik-Unternehmen als auch spannenden Sehenswürdigkeiten geplant. Lars Wiebecke aus dem Wintersemester 2018 berichtet vom zweiwöchigen Roadtrip durch Slowenien und Kroatien.


Nun war es endlich soweit: Nach einem Dreivierteljahr Planen, Organisieren und vielen schlaflosen Nächten hatten wir unsere Leihwagen abgeholt und waren bereit für unseren Roadtrip gen Südosteuropa. Treffpunkt war Mitte September am späten Abend an der DAV. Schnell die Autos mit dem Gepäck beladen, und schon ging es mit ordentlich viel Proviant Richtung Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens.

Abfahrt: Nach der Klausurenphase brach das zweite Semester Ende September zur traditionellen zweiwöchigen Studienreise auf. Das Ziel bestimmen die Studierenden dabei selbst. Dozent Sven Gunnar Peterson (r.) begleitete die Studenten

Durch Verkosten der unterschiedlichsten regionalen Biersorten, Fachsimpelei über das abgeschlossene zweite Semester oder auch diverse Runden "Schiffe versenken" verging die Zeit wie im Fluge, und viele von uns rieben sich, nicht nur aus Verwunderung, die Augen, als wir morgens gegen 6 Uhr bereits in Österreich waren.

Check-in in unserer Unterkunft in Ljubljana war erst um 14 Uhr, das Navi zeigte eine Ankunftszeit von 9 Uhr. Wir waren also viel zu früh - was nun?
Da sich langsam bei dem ein oder anderen der Hunger bemerkbar machte, war Plan B schnell aufgestellt: frühstücken! Und wo? Schnell die Landkarte studiert, welche schönen Orte noch auf der verbleibenden Strecke liegen, und schon lag der Zeigefinger auf dem Wörthersee. Gesagt getan, steuerten wir Velden am Wörthersee an, wo wir morgens um 8 Uhr in einem Strandcafé lecker frühstückten.

Der Wörthersee liegt westlich von Klagenfurt, einer Großstadt im Süden Österreichs. Er ist einer der wärmsten Alpenseen

Durch den schönen Ausblick auf den Wörthersee hielt sich die Lust, weiter nach Ljubljana zu fahren, in Grenzen. Hatten wir doch eine so schöne Möglichkeit zum Schwimmen entdeckt; und so wurde der Besuch am Wörthersee noch mit einem Bad abgerundet, bevor es nach Ljubljana ging.

Nach dem Check-in in einem kleinen aber feinen Hotel am Stadtrand sind wir mit den Autos noch auf eine erste Erkundungstour in die Innenstadt gefahren.
Am nächsten Morgen stand ein Tagestrip nach Triest auf dem Programm. Ein großer Dank geht hier an unsere Autofahrer, die uns sicher durch die engen, bergigen Straßen geführt haben! In Triest stand Erholung am Meer an erster Stelle, bevor wir am Abend in Ljubljana die slowenische Küche erkundeten.

Ljubljana ist mit über 280.000 Einwohnern die größte Stadt in Slowenien


Gut gesättigt ging es dann auch zügig zurück ins Hotel, denn für Dienstag hatten wir die erste Unternehmensbesichtigung bei Kühne + Nagel in Ljubljana abgesprochen. In Slowenien hat Kühne + Nagel ein neues Warehouse gebaut, wo sie das größte Pharmadistributionszentrum in Europa unterhalten. An dieser Stelle möchten wir uns besonders bei Aleš Lampret und Katja Šoštarec bedanken, für die Möglichkeit des Besuches und den sehr interessanten Vortrag.

Nach dem Besuch bei Kühne + Nagel ging es für uns weiter in das 80 Kilometer entfernte Celje. Durch die Kontakte der DAV zur Universität in Celje war für uns schnell klar, dass wir diese besichtigen wollen. Nach einigen Mails und Telefonaten im Vorfeld konnten wir nun Vorlesungen zum Thema „Elektromobilität“ und „Krankenhauslogistik“ besuchen. Auch "unsere" DAV haben wir natürlich im Rahmen des Besuches vorgestellt. Abgerundet wurde der Austausch mit einem gemeinsamen Mittagsessen und einer anschließenden Stadtführung durch die geschichtsreiche Universitätsstadt. Auch in Celje sind wir dem Rat der Einheimischen gefolgt und hatten einen Tisch in einem sehr guten Steak- und Burger-House reserviert.



Am Folgetag ging es wieder Richtung Norden, genauer gesagt nach Wien. Kurz eingecheckt, Koffer aufs Zimmer gebracht, und schon fanden wir uns in der U-Bahn Richtung Innenstadt wieder. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung machte sich der Hunger in der Reisegruppe breit, so dass wir ein klassisches Wiener Wirtshaus ansteuerten, wo wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen wurden wir von einem Bus abgeholt, der uns nach Hegyeshalom in Ungarn fuhr. Hier stand ein Besuch der Firma Duvenbeck auf dem Programm. Duvenbeck, auch Mitglied im Förderbeirat der DAV, betreibt dort ein Distributionszentrum für den Automobilzuliefermarkt. Neben dem Lager befinden sich auch dem Gelände auch noch eine firmeneigene Tankstelle und eine Werkstatt.
Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei der Firma Duvenbeck für den interessanten und gut gestalteten Tag. Besonders bei Alexander Piontek, einem DAV-Absolvent, den wir zusätzlich noch mit Fragen rund um das Master-Studium in Schottland löchern durften.

Nach dem Besuch bei Duvenbeck hatte dann auch der "inoffizielle Teil" der Studienreise begonnen: So wurde das Ende des zweiten Semesters in einem der angesagtesten Clubs Wiens gefeiert, dem Volksgarten!

Im Großraum Wien leben 2,8 Millionen Menschen - was etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung Österreichs entspricht

Nach einer viel zu kurzen Nacht wurde in Wien noch der Prater besucht, bevor es mehr oder weniger angeschlagen weiter nach Zagreb ging. Dort angekommen wurde noch schnell etwas Nahrung aufgenommen, bevor der fehlende Schlaf aus der vorherigen Nacht wieder eingeholt wurde.

Zagreb ist die Hauptstadt von Kroatien, eine Besonderheit ist ihre geografische Lage: Sie liegt genau am Schnittpunkt zwischen Mittel- und Südeuropa

Ausgeschlafen ging es am nächsten Morgen in die Innenstadt, wo wir unter anderem ein Burger-Festival besuchen konnten. Den Abend haben wir in gemütlicher Runde mit dem ein oder anderen Cocktail beschlossen, bevor es am nächsten Morgen zu unserem letzten Stopp des Roadtrips gehen sollte: nach Rijeka, einer Hafenstadt in der Kvarner-Bucht in Kroatien.

In Rijeka angekommen wartete ein ganz besonderes Hostel auf uns, das Botel Marina: eine alte Autofähre, die über siebzig Jahre ihren Dienst auf den Gewässern vor Kroatien verrichtet hat.

Mit bestem Blick auf den Sonnenauf- und -untergang sind von hier aus Eindrücke entstanden, die ein jener nicht so schnell vergessen wird. Dank unserer Google-Experten reservierten wir für unsere letzten Abende ein schönes Fisch- und ein leckeres italienisches Restaurant.

Rijeka ist Kroatiens Haupthafen. Der Transithafen ist vor allem auch für Ungarn von großer Bedeutung

Für die Tage in Rejika standen Strandbesuche, ein Ausflug in den Nationalpark und die Erkundung der nationalen Kneipen im Vordergrund. An unserem letzten Tag nutzten wir die restlichen Sonnenstrahlen aus, bevor wir uns um 14 Uhr wieder Richtung Bremen aufmachten.
Und siebzehn Stunden später war dann auch der letzte Autofahrer froh, als er endlich seinen Autositz gegen sein gemütliches Bett im Studentenwohnheim eintauschen konnte.

Durch die Studienreise konnten die Kontakte und Beziehungen untereinander nochmals verstärkt werden, so dass ich mir sicher bin, dass die gewonnenen Freundschaften auch weit nach der DAV Bestand haben.

Zum Schluss möchte ich mich bei dem Organisations-Team, den Autofahrern, Herrn Peterson und dem kompletten Semester für eine interessante, aufregende und lustige Reise bedanken!


Wie man sieht: DAV-Studenten kommen rum!
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