Im Westen viel Neues – Exkursion nach Münster und Osnabrück

Am 20. November hieß es für die DAV-Studenten des zweiten und dritten Semesters einmal mehr: Raus in die Praxis. Organisiert von Dozent S. Gunnar Peterson und DAV-Absolventen konnten die Studierenden auf einer Tagestour drei Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen besichtigen, diesmal unter dem übergeordneten Thema Chemielogistik.


Schon in aller Frühe brach die Gruppe Richtung Münster auf, wo ein Nebenwerk des Unternehmens BASF zu besichtigen war. Nach Umsatz ist die BASF der weltweit größte Chemiekonzern. "Dieses wirklich riesige Unternehmen legt sehr viel Wert auf seine Mitarbeiter, das hat mich positiv überrascht", erzählt Fabian Lehmann. "Es ist dort ausdrücklich erwünscht, dass die Mitarbeiter eigene Ideen mit einbringen und so auch gewisse Prozesse mitbestimmen. Und der Laden scheint mir extrem gut gemanagt zu sein."

Der Binnenhafen in Münster ist größtenteils stillgelegt. Noch 1990 wurde er von 662 Güterschiffen angelaufen, 2010 gab es hier einen Rückgang von fast 90 Prozent. Während der südliche Teil des Hafens noch industriell geprägt ist, wurde der nördliche zum "Kreativkai" umgestaltet und ist heute ein Szeneviertel der Stadt


Als nächster Punkt stand eine Besichtigung des Hochregallagers bei Coppenrath & Wiese in Osnabrück auf dem Plan. Bei minus 23 Grad Celsius machten sich die Studierenden ein Bild von der Lagerung diverser Tiefkühl-Backwaren. DAV-Absolvent Christian Markert, Abteilungsleiter Disposition für die Tochtergesellschaft Spedition Overnight, führte die interessierte Gruppe durchs Lager.
"Was ich gar nicht wusste war, dass das Unternehmen weltweit exportiert und sogar in den USA oder auch in Großbritannien Lager betreibt", so Fabian. "War ganz schön kalt, aber so etwas sieht man nicht alle Tage", erzählt Theresa Theune. Im Anschluss an die kühlen Räumlichkeiten wechselte man ins Warme, wo Kaffee und, natürlich, Kuchen für alle bereitstanden.

Letzter Punkt auf der Tagesordnung, ebenfalls in Osnabrück: die Spedition Koch International. Hier besichtigten die Studierenden ein Kontraktlogistiklager.


Fabian: "Das fand ich eigentlich am spannendsten, weil es um Sammelgut ging – und hier haben wir teils ganz neue Systeme und neueste Technik gesehen. Und man hat gelernt, wie es die Spedition vom Mittelständler zu einem internationalen Großunternehmen geschafft hat. Das ist schon beeindruckend"

Mehr zum Thema Kontraktlogistik mit Koch International hier.


Am Ende waren alle gut erschöpft und gut gesättigt - denn auf den Kuchen folgten belegte Brötchen. Vor allem waren sie sich einig: Exkursionen an der DAV sind stets eine willkommene Abwechslung auf dem Lehrplan, denn sie machen unmittelbar anschaulich, welche vielfältigen Möglichkeiten es in der Arbeitswelt eines Logistikers gibt.