Kurz-Interview: Master im Anschluss - wie wär's mit Schottland?

Michaela Rasch machte 2012 ihren Abschluss an der DAV und ging anschließend an unsere Partner-Universität nach Edinburgh, um ihren Master in International Business Management with Logistics zu machen. Welche Erfahrungen hat sie damals gemacht?


Wie bist du auf die Idee gekommen in Edinburgh zu studieren?
Von dem Anschluss-Master hatte ich schon beim Tag der offenen Tür an der DAV erfahren. Durch meine guten Noten hatte ich am Ende die Möglichkeit, an die Heriot-Watt zu gehen. Ich wollte mein Wissen gerne weiter vertiefen. Gleichzeitig fand ich die Möglichkeit, eine Zeit im Ausland zu verbringen, dort mit internationalen Studenten zusammen zu studieren und meine Englischkenntnisse zu erweitern, optimal.

Wie ist das Studium an der Heriot-Watt?
Etwas anders als das Studium an der DAV. Es wird nicht so praxisnah unterrichtet, es ist weitaus mehr Literaturarbeit notwendig. Man muss sich sehr viel selbst erarbeiten. Das Studium ist anspruchsvoll, jedoch würde ich nicht sagen, dass es besonders schwer oder kompliziert ist. Es ist einfach so, dass man viel Eigeninitiative zeigen muss: relevante Literatur finden, lesen und in Zusammenhang zu bringen, um Themen kritisch betrachten zu können.

Baut der Master auf dem DAV-Studium auf?
Ja, manche Themen aus der DAV finden sich wieder. Dadurch hat man einen guten Vorteil und kann sein Wissen darin vertiefen.

Und wie ist die Uni selbst? Wie ist das (Studenten-) Leben in Schottland?
Das Universitätsgelände mit seinen grünen Rasenflächen und Bäumen ist sehr schön. Genauso die großen, alten Vorlesungssäle. Mit dem Bus braucht man ca. vierzig Minuten bis in das Stadtzentrum von Edinburgh.
Studieren tun an der Heriot-Watt Menschen aus sehr vielen verschiedenen Nationen. Während Gruppenarbeiten oder auch auf Veranstaltungen lernt man natürlich viele neue und nette Leute kennen. Der Zusammenhalt ist aber natürlich unter den DAV-Absolventen ganz besonders groß.

Da Schottland ja auch ein europäisches Land ist, ist das Leben nicht sehr viel anders als in Deutschland. Allgemein würde ich sagen, sind die Schotten am Wochenende gerne gesellig zusammen in den Pubs. Die Menschen mögen es nicht gerne, mit Engländern verglichen zu werden, und sie haben einen starken Akzent, an den man sich gewöhnen muss.

Edinburgh ist die Hauptstadt Schottlands und mit knapp über 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt nach Glasgow. An den sieben Fakultäten der Heriot-Watt University studieren etwa 12.000 junge Menschen


Der Unterricht findet ja auf Englisch statt. Wie kommt man damit klar?
Das bereitete mir keine Schwierigkeiten. Da die Herausforderung eher in den Inhalten liegt, rückt der sprachliche Aspekt schnell in den Hintergrund. Den ein oder anderen Artikel könnte man vielleicht auf Deutsch schneller erfassen, aber im Allgemeinen spielt die Sprache keine große Rolle


Anm.: Das ursprüngliche, ungekürzte Interview erschien erstmals im Juni 2013 (Semesterzeitschrift Ausgabe 102)