Nach der DAV? Nach Schottland! Master an der Heriot-Watt, Teil 1

Wie so viele DAV-Absolventen hat auch Gülsen Gökdemir nach ihrem erfolgreichen Abschluss 2018 den Weg nach Schottland angetreten und berichtet in drei Teilen über das Leben und Studieren an unserer Partner-Universität, der Heriot-Watt in Edinburgh.


Gülsen unter der "Harry-Potter-Brücke" (eigentlich Glenfinnan-Viadukt). Die Strecke war Anfang des letzten Jahrhunderts für die lokale Fischindustrie relevant


Gülsen erzählt: Nachdem ich meinen Bachelor an der DAV beendet hatte, war mein Plan, einen Master in Edinburgh zu absolvieren. Dieser Plan entstand auch dadurch, dass gerade an der DAV viel über die Heriot-Watt University informiert wurde. Und auch im Austausch mit Ehemaligen habe ich viel darüber erfahren.

Die Uni ist etwas vierzig Minuten mit dem Bus vom Stadtzentrum entfernt. Der Campus befindet sich im Stadtteil Riccarton, im Südwesten von Edinburgh, auf einem 380 Hektar großen Parkgelände. (Es ist riesig!) Das Areal besteht aus akademischen Gebäuden, mehreren Studentenwohnheimen, Geschäften wie einem Supermarkt, Frisören, natürlich Starbucks, mehreren Bibliotheken, Kinderbetreuung, Gesundheitsfürsorge und einer Vielzahl von Freizeit- und Sporteinrichtungen. Die Universität hat knapp 11.000 Studierende.


Das Oriam ist die besonders großzügige Sportanlage am Campus. "Viele meiner Kommilitonen, mich eingeschlossen, haben eine Oriam-Mitgliedschaft, und wir haben uns oft zum Squash, Badminton oder im Fitnessstudio getroffen"


Eingang der Heriot-Watt University. Sie ist eine von drei Universitäten in Edinburghs, Schottlands Hauptstadt


Was kann man studieren?

Es gibt viele verschiedene Studiengänge, die man wählen kann, an sieben Fakultäten. Man hat also eine sehr große Auswahl, und je nach persönlichem Interesse (und Vorkenntnissen) sucht man sich seinen Studiengang aus. Ich habe mich für „Business Strategy, Leadership- and Changemanagement“ entschieden. Man kann aber zum Beispiel auch einen DAV-nahen Logistik-Studiengang wählen.

Anders als in Deutschland dauert der Master in Großbritannien nur ein Jahr (statt zwei). Man hat ungefähr drei- bis viermal die Woche Vorlesung, und in der vorlesungsfreien Zeit trifft man sich viel mit seinen Gruppen.

Unterricht auf Englisch …

Meine Kommilitonen sind aus aller Welt, und man schließt viele neue Freundschaften und lernt neue Kulturen kennen. Man muss nicht perfekt Englisch sprechen können, um hier zu studieren. Ich konnte selbst auch nicht fließend Englisch, weil einem ja immer wieder einige Vokabeln fehlen. Aber man gewöhnt sich dran, und je mehr man gezwungen ist, Englisch zu sprechen, desto besser wird man.

Da wir zu fünft aus der DAV an die Heriot-Watt gegangen sind haben wir uns immer gegenseitig bei Fragen oder Unklarheiten abgestimmt, somit hat man sich nie wirklich "alleine" gefühlt. Auch mit anderen DAV-Ehemaligen, die zeitgleich im Master-Studium sind, tauscht man viele Erfahrungen aus.

"Auch Dr. Andre Kreie kam uns mal besuchen (2. v. l.), der stellvertretende Studienleiter der DAV. Das hat mich in meiner Entscheidung bestärkt, und wir haben uns auch über die DAV hinaus gut begleitet gefühlt"


Mehr über Edinburgh?
Im zweiten Teil ihres Berichts erklärt Gülsen, was das Leben in Edinburgh ausmacht, abseits des Campus.